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Was sagen andere...
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Maurice Sendak:
The Lost Princess, by George McDonald, has indeed been lost for far too long.
This new edition, with Bernhard Oberdieck´s dark, romantic images, perfectly
brings to life this fiercely compelling fairy tale.
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Westfalen Blatt (1992), Manfred Köhler :
Die weiße Eule schwingt sich in die verzauberte Bläue des Nachthimmels,
weit unter sich das violett-grün schimmernde Dach
des alten Schlosses zurücklassend, aus der Enge des Käfigs hinaus in die weite Welt - so geht eine märchenhafte Geschichte zu Ende, die
Bernhard Oberdieck mit meisterhaften
Buntstiftstrichen und zarten Farben ins Bild gebannt hat....... Was an den kleinen Leser gerichtet ist wird sicher so manchen Erwachsenen in seinen Bann ziehen.
Nicht nur, weil die Geschichte gleichnishaft tieferen Sinn vermittelt, sondern vor allem darum, weil der in Kennerkreisen sehr geschätzte Illustrator aus Oerlinghausen für
einen außergewöhnlichen Kunstgenuß sorgt. .... ( Auszug )
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Die Zeit: ( Bilderbuchvorstellung 1993 ) ZEIT ONLINE 41/1993 S. 125 [http://www.zeit.de/1993/41/Ende-gut-na-und]
Ende gut - na und?
Wozu ist ein Teddy noch gut, wenn ein Kind in die Jahre gekommen, sprich: aus dem Teddyspielalter ist ? Wegwerfen, verschenken, auf den Boden ? Diese Frage beschäftigt auch Washable. Von seinem Besitzer versehentlich nach dem Etikett getauft, leicht ramponiert und an manchem Glied geflickt, verläßt der kleine Braune seinen Ehrenplatz auf dem Sofa und zieht los, auf die Wiese, die Straße, ans Wasser, in den Wald, den Dschungel, in die Welt eben. Trifft allerlei Tiere und fragt teddyhaft und bärennaiv, wozu um alles in der Höhle er denn eigentlich gut und da sei.
Michael Ende, Autor von - Der Teddy und die Tiere -, erzählt eine wunderschöne, witzige und kluge Geschichte, die schon seit längerem als Kassette vorliegt, jetzt aber sichtbar wird. Er schickt den pummeligen Washable auf dessen Lehr- und Wanderjahre, und ganz nebenbei erfahren wir, wie's im Leben wirklich zugeht, was in der Welt, so wie sie ist, zählt. Und das ist für abgeschobene Bären wahrlich niederschmetternd, für kleine Zuhörer und große Vorleser dagegen sehr erhellend.
Fragt Washable die Maus, was denn der Sinn des Daseins sei, sagt sie spitz, Käse und Speck sammeln und die Familie ernähren. Die Biene, fleißig wie immer, meint, Honig sammeln, Waben bauen und dem Wohle des Staates dienen. Bei den Affen wiederum zählt nur eins, Vereine und Parteien gründen, kommandieren und gehorchen. Die eher philosophisch schwergewichtigen Elefanten schließlich grübeln über den Sinn des Sinns an sich nach. Armer Washable !
Doch so unerbittlich das Schicksal dem Teddy auch mitspielt, einer ist ihm freundlich gesonnen, der Illustrator Bernhard Oberdieck. Er haucht Washable ein Leben ein, das ihn schon auf der ersten Tafel unbekümmert und hoffnungsvoll vor dem dunklen Hintergrund erstrahlen läßt. Mal ist es die Perspektive, die in den realistisch gemalten Bildern Spannung schafft, dann wieder Ton in Ton gehaltene Farborgien: Der Mistfink piepst, in einer schmutzig-grauen Pfütze planschend, vor gelblichtrübem Straßenhintergrund, seinen kecken Rat nach oben, zu Washable, der nur gewaltige Beine und Po zeigt. Die Begegnung mit der Schlange findet in gelbbraunem Wüstensand statt; - Beklemmend wie ein Alptraum und leuchtend wie die Sonne. Vor dem eitlen Schwan, der Schönheit als höchstes Gut anpreist, verblaßt Washable gleich zum verzerrten Schemen im Wasser.
Und wie das so ist bei Teddygeschichten, wird letztendlich und schließlich doch noch alles gut. Washable findet seine Bestimmung in Gestalt eines armen Mädchens. Sie nimmt ihn zu sich mit nach Hause, und dafür schenkt er ihr sein ganzes Bärenherz. Wer jetzt fragt, ob Ende denn unbedingt einen so bärenkonservativen Schluß nehmen mußte, der muß sich sagen lassen: Er mußte.
Denn, liebe Happy-End-Kritiker, mal ganz ehrlich: Wozu ist ein Teddy denn nun eigentlich da?
Brigitte Jakobeit
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Süddeutsche Zeitung (1997), Christian Hufnagel :
"Ein Bild, das den Blick nicht gleich sättigt. Das hungrig macht, Verstand und Phantasie nur ganz langsam speisen läßt.
Zuerst das Interieur. Der spitzgieblige Dachboden, vollgestellt mit Requisiten der Jahrhunderte. Mit Lüster, Rüstung, Engelein. Aber der Eindruck eines
geheimnisvollen Fundus begnügt sich nicht.
Er wil mehr, findet in dieser naiv-naturalistischen Zeichnung weiteres: die bubenhafte Puppe, von Spinnweben überzogen. Schließlich verliert sich der betrachter in Entdeckungen, sieht im Türspalt des Schrankes
eine weiße Eule sitzen, vermutet in der Statue des Drachentöters einen menschen. Die Dinge werden munter, und dieser Ort der toten Winkel die Bühne einer höchst lebendigen Geschichte.
Es sind ungewöhnliche Bolder für eine Kunstausstellung, die seit Freitag Abend in der Stadtbücherei Grafing zu sehen sind. Einerseits, weil sie nicht als von allem losgelöste Einzelwerke entstanden sind,
vor allem aber, weil sie in ihrer Detailvielfalt zum Entdecken anstacheln. Dies sollen sie auch, sind sie doch für Kinder gemalt. Und die wollen in Bann gezogen werden vom Phantastischen
aus längst vergangenen, noch unendlich fernen oder eben ganz aktuellen Tagen........ ( Auszug )
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Thomas Kirchgraber: Aus den Bildern Märchen schöpfen. Wasserburger Zeitung
Zur Ausstellung von Bernhard Oberdieck in der Sparkasse im Rathaus
Wasserburg :
Die Ausgestaltung von an Märchenerzählungen gebundene Kinderphantasien ist das Leitmotiv der Illustrationen, die der in Zellerreith lebende Illustrator Bernhard Oberdieck bis zum 1. Oktober in der Sparkassen-Zweigstelle im Rathaus ausstellt.
Die Faszination der überfluteten Details, die enormen Fleiß und Engagement in die Intentionen von Märchenerzählungen verraten, berührt nicht nur die Zielgruppe, die Kinder, sondern auch die Erwachsenen.
Bernhard Oberdiecks Märchenillustrationen, die er bescheiden Gebrauchsgrafik nennt, gehen in ihrer überdeutlichen Konkretheit wohl über die Einbildungskraft der kleinen Zuhörer hinaus. An so viel Farbenprächtigkeit, wenngleich mit den verwendeten Buntstiften eher zurückhaltend aufgetragen, und an so viel Genauigkeit von Figuren und Staffagen verschwendet sich kein Kinderkopf. Der sucht vielmehr im Märchen das sich Bewegende, die ungestüme
Handlung. Märchen am Kinderbett erzählende Eltern wissen um das Festhalten der Kiemen an Schlüsselsituationen, an Wiedererkennungs Merkmalen Brennpunkte, in denen die Geschichte auf den Begriff gebracht ist, von dem aus sich eine Erzählung vorwärts wie rückwärts aufrollen läßt. ,
Schl?sselsituationen
Solche Situationen malt Bernhard Oberdieck, weshalb die Dichte in seinen Bildern auch kein Zufall sind, sondern das in einem Bild komprimierte Märchen sie erfordert. Nicht Abbilder, Momentaufnahmen, nicht Ausschnitte sind hier zu Papier gebracht, in den Bildern Bernhard Oberdiecks kann man mit der Lupe lesen. Alle Details, jede Geste und Mimik der Figuren, hinreißend vom Zeichenstift erfaßt, erzählen Geschichte aus sich selbst, entfalten sich aus den winzigsten Einzelheiten heraus.
Das Konkrete erschlägt nicht
die Phantasie der Kinder, sondern läßt sie ein intimeres Verhältnis zu den Märchenfiguren gewinnen und reizt sie zum Fortspinnen der Themen.
Märchen wiederentdecken
Für die Erwachsenen steht am Anfang das Erstaunen über die Kunstfertigkeit der Zeichners, in der er bald die investierte Liebe in die benannten Märchen findet und vielleicht seine verschüttete Liebe zu den Erzählungen früher Kindertage wiederentdeckt.
Bernhard Oberdieck, Jahrgang 1949, hat in sich viel Kindheit bewahrt und seine Ideen erreichen das Publikum. In bisher ca.160 Büchern sind schon Illustrationen von ihm erschienen.
Auf diese Seite finden Sie eine detaillierte Meinung einer Leserin über die Illustration eines meiner Kinderbücher. Und unter dieser Adresse in der Rubrik Porträt können sie eine pdf Datei herunterladen, mit einem Artikel der Kunsthistorikerin Birgit H. Alt über mich und meine Arbeit .
Weitere Meinungen folgen in Kürze.
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